Eine Romanidee finden

Inspiration gibt es überall

Die Idee, eine Geschichte oder einen Roman zu schreiben, geistert wohl Vielen im Kopf herum. Doch an diesem Punkt taucht meist schon das erste Problem auf: Worum soll es gehen? Zum Glück gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, Schreibideen zu sammeln. Hier sind ein paar davon.

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Ideensuche: Eine unendliche Geschichte?

Ich sage es, wie es ist: Mir ist eine Idee für eine Geschichte noch nie einfach so zugeflogen. Ich saß nie zu Hause auf dem Sofa oder war irgendwo unterwegs und plötzlich ging mir das sprichwörtliche Licht auf. Das Bild der Muse, die den Künstler zu großen Werken inspiriert, ist zwar eine schöne Vorstellung, hat aber mit der Realität nicht viel zu tun. Wer Ideen will, muss auf die Suche gehen. Zum Glück macht das eine Menge Spaß, wenn du es richtig anstellst.

Die Schönheit des Alltags

Je älter ich werde, desto eher habe ich den Eindruck, dass die Zeit nur so dahinrast. Vermutlich, weil der Alltag es notwendig macht, immer das gleiche Programm abzuspulen. Das ist für unser Gehirn zwar sehr bequem, da es nicht viel Energie erfordert. Für neue Ideen allerdings ist das Gift.

Deshalb möchte ich dir hier ans Herz legen, regelmäßig mit weit geöffneten Sinnen durch deinen Alltag zu gehen. Nimm dir dafür am Besten ein kleines Zeitfenster, das gut in deine Abläufe passt – dann artet das Ganze nicht zu sehr in Anstrengung aus. Da ich jeden Tag mit der Bahn zu Arbeit pendele, nutze ich gern meine Zeit im Zug. Ich sperre Augen und Ohren auf, dann lasse ich die Gedanken schweifen.

Was hat die Schülergruppe dort vorn im Abteil heute erlebt?

Warum sieht die Mutter mit ihrem kleinen Kind in der benachbarten Sitzgruppe so erschöpft aus?

Hätte der Mann, der im Anzug am Bahnsteig steht, lieber eine andere berufliche Laufbahn eingeschlagen?

Und wohin führt eigentlich dieser Weg neben den Gleisen, den ich jeden Tag sehe?

Die Zahl der Fragen, die man allein bei einer 20-minütigen Bahnfahrt stellen kann, ist endlos. Und jede davon bietet den Ansatzpunkt für eine neue Idee. Neugierig sein lohnt sich also.

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Social Media & TV – mehr als nur Ablenkung

Echt jetzt? Die wohl größten Ablenkungsinstrumente der Menschheit sollen bei der Suche nach einer Romanidee helfen? Tatsächlich sind sie nützliche Werkzeuge – vorausgesetzt, es gelingt dir, dich nicht in einem Kaninchenbau aus Tiervideos, Unboxing-Clips und Fail-Compilations zu verlieren.

Es kommt also vor allem darauf an, Social Media, Free TV, Netflix und Co. halbwegs zielgerichtet zu nutzen. Social Media ist ein wunderbares Instrument, um herauszufinden, worüber die Leute debattieren und was sie gerade umtreibt. In diese Kerbe schlagen auch Meldungen aus Nachrichtenportalen oder Posts, in denen Leute dich mit in ihren Alltag nehmen. Versuche, deine eigene Meinung dabei erstmal beiseite zu lassen und frage dich stattdessen:

Was ist den Leuten wichtig?

Worauf kommt es ihnen an?

Was benötigen sie auf dem Weg dorthin?

Wo gibt es Hindernisse?

Du merkst es sicher schon selbst: So entstehen Geschichten.

Sogar die Inhalte von Netflix und anderen Streamingdiensten können bei der Ideenfindung helfen. Zwar solltest du dich auf keinen Fall zum Abziehbild machen, aber es gibt keinen Grund, dich von Filmen und Serien nicht zu eigenen Geschichten inspirieren zu lassen. Abgesehen davon kannst du dir auch Dokumentationen zu einem Thema ansehen, das dich fasziniert. Ich bin zurzeit zum Beispiel hellauf begeistert von allem, was sich um unseren Kosmos dreht. So hat uns die Digitalisierung einen beinahe endlosen Zugang zu Ideen und Inspirationen geschenkt. Du musst nur zugreifen.

Sei nicht zu streng

Zum Schluss noch eine persönliche Anmerkung: Ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich Ideen schon bei ihrem ersten Aufblitzen verwerfe, weil sie „nicht genug hergeben“. Das ist nicht nur unnötig, sondern auch sehr schade, denn: Wer kann schon wissen, was am Ende aus einer Idee wird? Also sei nicht zu streng mit dir. In diesem Stadium solltest du nach Herzenslust alles sammeln, das dir in den Sinn kommt. Keine Idee ist zu banal, unspektakulär oder unausgereift. Genieße lieber den Prozess! Aussortieren kannst du später immer noch.

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Liebesgeschichten schreiben

So gelingen mitreißende Lovestorys

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Keine gute Story kommt ohne eine Portion Liebe aus. Schließlich träumen wir doch alle von der oder dem Einen, dem Perfect Match, der Person, die uns ohne Wenn und Aber anbetet – da gehört das doch auch in jede ordentliche Geschichte, oder? Ich muss gestehen: Bei mir sorgt so viel klebriger Kitsch eher für entnervtes Stöhnen als für große Gefühle. Das geht aber auch anders! Deshalb präsentiere ich dir heute (m)ein Rezept für eine gelungene Liebesgeschichte.

Liebesgeschichten ohne Kitsch

Auch wenn es die Einleitung vielleicht nicht vermuten lässt: Ich bin ein großer Fan von Lovestorys. Es gibt nichts Schöneres und Schwierigeres, als die Liebe zwischen zwei Charakteren in Worte zu fassen. Und das geht auch, ohne tief in die Kiste mit abgeschmackten Formulierungen zu greifen. Mir gefallen zum Beispiel diese Lovestorys richtig gut:

  • Peeta & Katniss aus „Die Tribute von Panem“

Hier gibt’s keine rosarote Brille, sondern die knallharte Realität einer Liebe zwischen Krieg, Revolution und Grausamkeit. Ziemlich erschütternd, aber umso mitreißender.

  • Aragorn und Arwen aus „Der Herr der Ringe“

Zart, magisch und voller Poesie. Ich fiebere auch beim x-ten Lesen noch mit, ob die Geschichte einen glücklichen Ausgang nimmt. Dass die Erzählung so spannend bleibt, ist dabei nicht selbstverständlich, schließlich sind die beiden die meiste Zeit voneinander getrennt.

  • Severus Snape & Lily Potter aus „Harry Potter“

Der beste Beweis, dass auch gescheiterte Liebesgeschichten gut geschrieben sein können. Man erfährt nicht nur von der tiefen Liebe, die Severus für Lily empfindet, man spürt auch den angestauten Groll aufgrund unerwiderter Gefühle.

Du siehst: Meine Vorstellung einer gelungenen Liebesgeschichte basiert nicht gerade auf dem Prinzip „Happily Ever After“.

Liebesgeschichten: Die (Kitsch)Dosis macht das Gift!

Realität haben wir jeden Tag, wer will das dann auch noch lesen? Ich will. Unbedingt sogar. Wahrscheinlich, weil sich das so gut mit meinen eigenen Erfahrungen deckt. Liebe ohne Schwierigkeiten gibt es nicht, also möchte ich auch nichts davon lesen. Fakt ist: In einer Partnerschaft geht man sich manchmal auf die Nerven. Es gibt Streit. Ab und zu ist der Alltag sogar so erdrückend, dass man sich auch einfach mal zusammen langweilt.

All das sind Probleme, mit denen sich Paare regelmäßig herumschlagen und ich finde, eine Dosis davon, kann auch jede fiktive Liebesgeschichte vertragen. Es macht deine Figuren greifbar und auch kleine Konflikte sorgen dafür, dass Charaktere sich entwickeln. Außerdem lassen sie sich mit etwas Fingerspitzengefühl prima in das Gesamtkonstrukt der Geschichte einbetten, ohne künstlich oder gewollt zu wirken.

Gleich und Gleich gesellt sich gern?

Mir kommt es oft so vor, als wären in der Literatur in Sachen Paarkonstellation nur zwei Extreme vertreten:

  • Die homogene Paar-Masse:

Hier scheinen sich die Liebenden eine Persönlichkeit zu teilen. Es gibt weder Konflikte, noch Differenzen und keiner kriegt alleine noch irgendetwas zustande. Zum Sterben langweilig.

  • Die „Wir haben nichts gemeinsam“-Fraktion:

Die erste Begegnung dieses Paares ist oft von gegenseitiger Abneigung geprägt, es ergeben sich lächerlich anmutende Konflikte und beide gestehen sich ihre Zuneigung füreinander erst kurz vor Schluss ein. Das ganze Konstrukt wirkt ziemlich gekünstelt und ist beim Lesen wahnsinnig anstrengend.

Nach so viel Gemecker ist es Zeit für eine Lösung. Ich plädiere für einen guten Mittelweg. Soll die Liebesgeschichte funktionieren, schadet es nicht, wenn beide zumindest die gleichen Grundwerte vertreten. Sie sollten darin übereinstimmen, was richtig und was falsch ist und nach Möglichkeit eine ähnliche Version von der Zukunft haben.

Und der Rest? Den gestaltest du so, wie es dir gefällt. Leg deinem Paar Steine in den Weg, lass sie gemeinsam an Schwierigkeiten wachsen oder auch daran scheitern – die Möglichkeiten sind unendlich.

Fazit: Nur nicht übertreiben!

Abschließend kann ich nur noch einmal betonen, dass auch erdachte Liebesgeschichten durchaus etwas Realität vertragen können. So können deine Leser noch besser in die Story eintauchen und den Charakteren auf ihrer Reise folgen -vollkommen egal, ob die in der Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft oder in einer Fantasiewelt stattfindet. Die Hauptsache ist, deine Leser leiden und freuen sich mit den Liebenden und können den Ausgang der Lovestory kaum erwarten.

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