Dranbleiben trotz Alltagstrubel
Da geistert sie dir schon seit Tagen im Kopf herum…diese Idee zu einer neuen Geschichte. Eigentlich kannst du es kaum erwarten, das Ganze auszuarbeiten und mit dem Schreiben loszulegen. Doch leider kommt immer wieder der Alltag dazwischen und plötzlich sind Wochen ohne ein einziges geschriebenes Wort vergangen. Im schlimmsten Fall kannst du dich irgendwann kaum noch an deine Idee erinnern. Damit dir das erspart bleibt, teile ich hier ein paar Tipps mit dir, wie du dir Zeit zum Schreiben freischaufeln kannst – selbst wenn es bei dir gerade hoch hergeht.

Schreibzeit sichern
Die Wenigsten von uns Schreiben hauptberuflich. Oft gibt es einen Hauptjob, Haushalt, eventuell sind noch Kinder zu betreuen und dazwischen soll ja auch noch Platz sein für dein Privatleben. Wenn du dich jetzt fragst, wie du da noch Zeit zum Schreiben finden sollst, dann ist das hier dein Artikel.
Setze dir ein Schreibziel
Ein Klassiker, wenn es darum geht, eine Idee zu Papier zu bringen. Ich mag diese Variante ehrlich gesagt nicht besonders. Du nimmst dir eine bestimmte Zahl an Seiten oder Worten vor und gibst dann alles, um diese Vorgabe in die Tat umzusetzen. Leider berücksichtigt diese Methode einige nur allzu menschliche Regungen nicht:
- Mangelnde Inspiration: Manchmal wollen die Worte einfach nicht kommen, egal wie sehr du dich ins Zeug legst. Wenn du dann stundenlang auf eine leere Seite starrst, nur weil dein Schreibziel es dir vorgibt, verlierst du im schlimmsten Fall die Lust an deinem Projekt
- Akute Unlust: So wundervoll Schreiben auch ist: An manchen Tagen kann man sich einfach nicht dafür begeistern. Und das ist nicht nur menschlich, sondern auch absolut in Ordnung. Ein unumstößliches Schreibziel setzt dich da nur unnötig unter Druck.
Auch wenn ich kein Fan dieser Methode bin, möchte ich sie nicht direkt verteufeln. Wer sehr fokussiert ist, diszipliniert arbeitet und sich dabei gern an ein ganz konkretes Ziel hält, ist mit einem Schreibziel sicher gut bedient.
Setze dir ein zeitliches Ziel
Diese Variante liegt mir schon mehr. Anstatt dir eine bestimmte Zahl an Wörtern vorzunehmen, legst du eine Zeitspanne fest, in der du dich täglich oder wöchentlich mit deinem Schreibprojekt beschäftigst. Dabei ist es ganz unerheblich, ob dir zwei Stunden oder 30 Minuten Zeit nimmst. Außerdem kannst du dich hier frei machen von einengenden Vorgaben wie Seiten- oder Zeichenzahlen. Es geht vor allem darum, am Ball zu bleiben und kontinuierlich voranzukommen, ohne dich zu sehr unter Druck zu setzen.
Wenn das Schreiben dabei einmal nicht gelingen will, überarbeitest du eben, was schon vorhanden ist. Alternativ optimierst du deinen Plot oder überprüfst die Entwicklung deiner Charaktere. Denn das Schöne an einem Schreibprojekt ist ist ja: Reichlich zu tun gibt es immer.
Nutze Wartezeiten
Egal, wo ich unterwegs bin: Ich habe immer ein kleines Notizbuch und ein paar Stifte dabei. So kann ich mich, wenn ich irgendwo warten muss, mit meinem aktuellen Projekt beschäftigen – selbst, wenn es nur fünf Minuten sind. Das klingt erst einmal nicht nach viel, genügt aber, um ein paar neue Impulse zu setzen und den Faden nicht zu verlieren. Kleinvieh macht schließlich auch Mist, es muss tatsächlich nicht immer die stundenlange Schreibsession sein.

Schaffe dir Freiräume
Alle gesteckten Ziele nutzen natürlich wenig, wenn du zwischen Arbeit, Haushalt, Kindern Partnerschaft und vielleicht noch dem einen oder anderen Hobby keine Zeit hast, irgendetwas davon in Angriff zu nehmen.
Hier kann es helfen, dein Umfeld aktiv um Unterstützung zu bitten. Kann dein Partner oder deine Partnerin für die Dauer deiner Schreibzeit ein Auge auf die Kinder haben? Könnt ihr tägliche Verpflichtungen und Besorgungen besser aufteilen? Falls du Kinder hast, die schon älter sind, kannst du ihnen vielleicht auch erklären, warum di mal eine halbe Stunde nicht für sämtliche Anliegen zur Verfügung stehst. Bei Notfällen bist und bliebst du natürlich stets Ansprechpartner.
Auf diese weise kannst du dir hoffentlich immer mal wieder ein kleines Zeitfenster freischaufeln, in dem Platz für dich und dein Schreiben ist.
Es ist deine Zeit
Dir im Alltagstrubel Raum für etwas zu verschaffen, das dir wichtig ist, ist nicht egoistisch, sondern dein gutes Recht. Viel zu oft stellen wir unsere eigenen Bedürfnisse aufgrund äußerer Umstände zurück, anstatt die Gegebenheiten an uns anzupassen. Natürlich haben wir alle Verpflichtungen – aber wenn du die Stunden, die dir zur Verfügung stehen, klug einteilst und keine Scheu hast, dir Unterstützung zu holen, erhöhst du deine Chancen auf etwas Schreibzeit für dich allein immens.
